Mittwoch, 1. August 2018

Verdünnter Kaffee schmeckt blöd

Heute ist ein komischer Tag...heute vor einem Jahr lag ich genau um diese Zeit im Krankenwagen und bekam gesagt dass ich einen schweren Herzinfarkt hätte.
Nun, genau 365 Tage später sitze ich hier, habe Schmerzen und bin dennoch dankbar diese OP hinter mich gebracht zu haben.
Innerhalb von 365 Tagen hat mich das Leben zweimal auf eine harte Probe gestellt und eigentlich müsste es das Leben nun begriffen haben dass ich noch nicht bereit bin kampflos aufzugeben.

Puhhhhhhh ich hab gerade Pi in den Augen und verdünnt schmeckt der Kaffee wirklich blöd.... !!!

Kommentare:

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    1. Aufgeben war noch NIE eine Option für mich Herr MiM.
      Manchmal holpert man zwar etwas , aber es geht weiter. Immer ;)

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  2. Liebes Deichkind,
    Im Moment kursiert ein Gedicht namens "Meine Seele hat es eilig..",und die letzte Zeile lautet:
    "Wir haben zwei Leben und das zweite beginnt, wenn du erkennst, dass du nur eins hast."
    Ich habe keine Ahnung vom Verlinken, aber vlt. liest du es dir einmal durch..
    Liebe Grüsse von Silke

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    1. Meine Seele hat es eilig

      Ich habe meine Jahre gezählt und festgestellt, dass ich weniger Zeit habe zu leben, als ich bisher gelebt habe.

      Ich fühle mich wie ein Kind, das eine Schachtel Bonbons gewonnen hat. Die ersten ißt es mit Vergnügen, aber als es merkt, dass nur noch wenige übrige sind, beginnt es, sie intensiv zu schmecken.

      Ich habe keine Zeit für endlose Konferenzen, bei denen die Statuten, Regeln, Verfahren und internen Vorschriften besprochen werden, in dem Wissen, dass nichts erreicht wird.

      Ich habe keine Zeit mehr, absurde Menschen zu ertragen, die trotz ihres chronologischen Alters nicht erwachsen sind.

      Ich habe keine Zeit mehr, mit Mittelmäßigkeit zu kämpfen. Ich will nicht in Besprechungen sein, in denen Manipulierer und Opportunisten den Ton angeben.

      Mich stören Neider, die versuchen, Fähigere in Verruf zu bringen, um sich ihrer Positionen, Talente und Erfolge zu bemächtigen.

      Meine Zeit ist kurz. Ich will das Wesentliche, denn meine Seele ist in Eile. Ich habe nicht mehr viele Süssigkeiten in der Packung.

      Ich möchte mit Menschen leben, die menschlich sind. Menschen, die über ihre Fehler lachen können und die nicht von ihren eigenen Egos aufgeblasen werden. Die Verantwortung für sich selbst übernehmen. Auf diese Weise wird die Menschenwürde verteidigt und wir leben in Wahrheit und Ehrlichkeit.

      Es ist das Wesentliche, was das Leben lebenswert macht.

      Ich möchte mich mit Menschen umgeben, die es verstehen, die Herzen anderer zu berühren. Menschen, die gelernt haben, nicht durch Strenge und Härte, sondern durch sanfte Berührung der Seele zu wachsen.

      Ja, ich habe es eilig. Ich hab es eilig, mit der Intensität zu leben, die nur die Reife geben kann.

      Ich habe nicht vor, die Süßigkeiten, die mir noch bleiben, zu verschwenden. Ich bin mir sicher, dass sie köstlicher sein werden, als die, die ich bereits gegessen habe.

      Mein Ziel ist es, das Ende zufrieden zu erreichen. In Frieden mit mir, meinen Lieben und meinem Gewissen.

      Wir haben zwei Leben und das zweite beginnt, wenn Du erkennst, dass Du nur eines hast.

      Gedicht von Mario de Andrade (Sao Paulo, 1893 – 1945)

      Vielen lieben Dank...es ist wunderschön ;)

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  3. Das freut mich sehr, dass es dir auch gefällt..

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  4. Wie geht es Dir, liebes Deichkind?
    Ich denke an dich. Und dachte, das schreibe ich hier mal nieder.
    Liebe Grüße.

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