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Donnerstag, 25. April 2019

Lebenszeichen - Mir geht es GUT !

Es wird wohl längst mal wieder Zeit für ein kleines Lebenszeichen.
Was soll ich sagen:
Mir geht es den Umständen entsprechend GUT ! 
Wir machen halt einfach das Beste aus allem. 

Die Reha war nützlich, in den vier Wochen konnte ich eine Menge für mich mitnehmen, und vieles davon kann ich auch jetzt noch gut für mich umsetzen.
Allerdings bin ich so geschädigt von dem vielen Koffer packen und immer wieder wochenlang weg von daheim sein, dass ich mich entschlossen habe, die onkologische Folgereha erst zum Ende des Jahres zu beantragen. Ich habe nämlich schlicht weg die Schnauze voll ;) 

Der Rücken ist vollends im Eimer. Die letzte Aktion tat echt nicht not, aber Dank Oxycordon und Tramadol bin ich relativ beweglich. Was ich auch für mich nutze. Jeden erdenklich guten Moment bin ich am Werkeln oder draußen in der Natur. Geht halt alles nur noch sehr langsam, aber es geht. 
Mittlerweile sogar wieder regelmäßig mit der Kamera. 
Dank dem Liebsten besitze ich nun auch das 16 X 300mm Objektiv von Tamron, da macht das Fotografieren gleich doppelt so viel Spaß. 

Mein Rentenantrag liegt nun hier vor mir. Mir fehlt lediglich noch immer der Entlassungsbericht und die sozialmedizinische Einschätzung aus der Reha. Was drin steht weiß ich schon, darüber haben mich die Ärzte schon im Vorfeld aufgeklärt, aber ohne diese Papiere sind mir die Hände gebunden. Also übe ich mich mal wieder in Geduld. Was momentan schon fast Standard ist bei sämtlichen Behören. 
Den Vogel schoss meine Krankenkasse ab. Über 6 Wochen, und ca. 25 Telefonaten meinerseits, brauchten diese Pappnasen um ein Fax unfallfrei von A nach B zu senden, damit die Gelder wieder laufen ! 

Das ewige Pupertier ist urplötzlich ausgezogen. Und ich bin nicht böse darum. Er hat endlich seine Arbeitsstelle und eine schriftliche Zusage auf einen Ausbildungsplatz. Trotzdem kam er immer wieder damit an dass er nicht wisse, ob es wirklich das Richtige für ihn sei. Mir platze immer öfter der Kragen und ich bat ihn, wenigstens einmal im Leben etwas durch zu ziehen. Zumal er einen Ausbildungsplatz bekommt, nach dem sich viele hier im Umkreis die Finger lecken. Angesehene Firma, sehr gute Bezahlung, tolle Chefs und gutes Team.
Letzte Woche bekam er dann eine E-Mail. Vor einem Jahr hatte er sich in einer anderen Firma beworben, und er wäre zum Vorstellungsgespräch eingeladen. Man überlege vielleicht doch einen Azubi einzustellen. Man überlege .... ! Ich bat ihn , dreimal darüber nachzudenken ob er wirklich was Festes gegen etwas Unsicheres eintauschen wolle. Pupertierstress vorprogrammiert. 
Gründonnerstag machte er die Biege zu seinem langjährigen Kumpel der gerade im Umzug steckte. 
Montag kam er heim und sagte uns er hätte die Möglichkeit sich mit diesem Kumpel die Wohnung zu teilen. Mit dem Vermieter hatten die beiden schon gesprochen, das ging klar. Er müsse das nur noch mit seinen Chefs abklären ob er dann vielleicht in einem anderen Bezirk arbeiten könnte.  Er habe sich das mit der anderen Firma nochmal überlegt, und ja ich hätte ja Recht. Ach...... !!! ;) 
Dienstagmittag hatte er das OK von seinen Chefs - Dienstagnachmittag zog er aus.
Diesmal im Guten, denn er behält seine Stelle und hat sich um alles soweit eigenständig gekümmert. 
Na bitte geht doch ;) 

Sollte mein Rentenantrag nun durchgehen, werden wir uns vielleicht doch einen kleinen Hund zulegen. Mir ist nicht wohl dass ich öfter alleine im Haus bin, da der Liebste Schicht arbeitet. Gerade nachts bin ich da sehr ängstlich. Allerdings braucht man für solch ein Tierchen auch Zeit. Und die hätte ich ja dann zur Genüge ;) 

Die nächsten Wochen bestehen aus reichlich Trubel. Der Liebste baut mir gerade eine höhere Pflanzlandschaft im Garten die ich dann auch alleine pflegen kann. Tief runter komme ich ja nimmer, weshalb die neue Pflanzlandschaft nun einen Meter Höhe hat. Gut für mich. Dieses jetzige Trümmerfeld, was sich mal Garten nannte,geht mir echt auf den Keks. 
Hätte er sich nicht letzte Woche versucht mit der Flex den Daumennagel zu schneiden, wäre das Ding auch schon fertig. Nun hängen wir halt etwas hinterher im Zeitplan. 

Außerdem schlagen meine Eltern nächstes Wochenende auf. Ich freue mich schon so arg. Manchmal nervt mich die Entfernung, und dass wir uns nur 2-3 Mal im Jahr sehen, aber um nichts in der Welt würden wir hier weg ziehen wollen.  
Kurz darauf kommen Freunde zu Besuch und verbringen ihren Urlaub hier bei uns. 

Und ganz spontan heiratet Caro mal eben nächste Woche, nach 20 Jahren leben in wilder Ehe.

Ordentlich Trubel und Leben in der Bude - so mag ich das ;)  

Kurzum : Ja mir geht es momentan tatsächlich GUT ;) 

Montag, 4. Februar 2019

Heute ist Weltkrebstag.



Was mich veranlasst ein paar Worte zu schreiben.
Früher hab ich diesen Tag (wenn überhaupt) mal kurz durch ein Bildchen wahr genommen, weiter gescrollt, nicht mehr drüber nachgedacht. So geht es vermutlich vielen von uns. 

Heute sehe ich es anders. Hätte mir letztes Jahr zu dieser Zeit jemand gesagt dass ich mich damit selber intensiv auseinander setzen muss, hätte ich ihm vermutlich den Vogel gezeigt. Krebs ? Das bekommen doch immer nur die anderen, die Alten, die eh schon angeschlagenen. Nein ! Krebs kann jeden treffen. Egal wie gesund er lebt, egal ob er Alkohol , Zigaretten und weitere Schadstoffe meidet, egal ob jung oder alt. Krebs kennt kein Alter ! Krebs ist ein heimtückisches Schwein, ein Monster, die unsichtbare Angst, etwas dass das Leben der Betroffenen und Angehörigen verändert. 
Heute denke ich sensibler über dieses Thema nach, verstehe die Sorgen und Ängste, kenne die Schmerzen, und weiß dass das Leben nach solch einer Erkrankung nicht mehr das ist welches man vorher lebte. Durch den Krebs verändert sich alles. Durch den Krebs verändert sich auch der Mensch selber. 
Man fühlt sensibler, man wird leiser, man wird dankbarer. 

Dankbar für die vielen kleinen Glücksmomente die es im Leben noch gibt.
Dankbar dafür morgens aufwachen zu dürfen.
Dankbar für ein gemütliches Zuhause.
Dankbar für den Sonnenschein.
Dankbar für den Regen.
Dankbar für ein Lächeln von anderen.
Dankbar für ein freundliches Wort.
Dankbar für viele Dinge die anderen selbstverständlich erscheinen.
Dankbar für die Menschen die um einen sind, die unsere Tränen auffangen, die Hand halten, die Ängste mit einem teilen, die diesen schweren Weg mit einem gehen !

Ich habe meinem bisher größten Feind in meinem Leben die Stirn geboten und nicht aufgegeben. Und ich werde weiter kämpfen, jeden Tag, jeden Moment, jede Sekunde. 

Ich bin dankbar für jeden der mich dabei unterstützt. 

Ich wünsche jedem der kämpfen muss, oder einen Angehörigen hat der kämpft, die nötige Kraft und die richtigen Menschen an ihrer Seite. Denn nur gemeinsam im Verbund und mit der Liebe unserer Mitmenschen sind wir stark !

Sonntag, 3. Februar 2019

Pupertät ist ... wenn die Eltern schwierig werden.

Vor zwei Jahren zog das ewige Pupertier aus, einfach so. 
Er hatte ein Jahr zuvor seine Schule beendet. Hat bisher einen sehr guten Hauptschulabschluss und anschließend einen guten Realschulabschluss hingelegt und machte einfach nichts daraus. 

Nachdem er zur Bundeswehr wollte, aber durch den Eignungstest fiel, gammelte er bock los von früh bis spät vorm PC umher und kümmerte sich nicht mal ansatzweise um seinen weiteren Werdegang. Aber nachts im Brüllmodus mit Headset das Haus beim Team Speak wachhalten. Wagte ich mich zu meckern, denn schließlich musste unsereins oftmals um vier Uhr aufstehen und brauchte Schlaf, dann wurde er auch noch ungehalten. Knipste ich das WLAN aus, brannte die Hütte. Verbal. 
Unser Verhältnis zueinander wurde zunehmend angespannter und er zog sich zurück, so wie ich mich freute wenn er denn unterwegs war. Wir gingen uns aus dem Weg. 
Lediglich anhand der schmutzigen Wäsche und des schmutzigen Geschirrs was er mir in die Küche stellte, oder anhand seines nächtlichen Gebrülls, konnte ich dann noch sehen wann er mal daheim war. 

Irgendwann platze mir die Hutschnur und ich verdonnerte ihn zumindest zum Arbeiten daheim. Ich kam mir vor wie seine Putzfrau und das ging mir mächtig auf den Keks. Über Wochen schaute ich mir dann an wie sich davon nichts erledigte. Nach einiger Zeit teilte ich ihm freundlich und bestimmt mit dass er ausziehen muss wenn er sich nicht langsam mal um eine Arbeit bemühe oder zumindest daheim mitziehe, denn immerhin gingen wir arbeiten während er den Tag vertrödelte. 
Keine halbe Stunde später setzte er das um. Rief seinen Kumpel an, packte seinen Kram und zog aus.
Wie Mütter dann so sind, schrieb ich ihm gelegentlich eine Mail und fragte wie es ihm gehe. Schließlich zog er ja mit Nichts aus. Kein Geld, keine eigenen Möbel, eben nur ein paar Klamotten, sein PC und Fernseher. 
Er schrieb mir dann er käme klar und suche sich nun einen Aushilfsjob. Mein Mutterherz blutete. Guter Schulabschluss und Aushilfsjob. Finde den Fehler. Aber er war volljährig und musste seine eigenen Erfahrungen machen und seine eigenen Wege gehen. 
Schließlich fand er einen Langzeitpraktikumsplatz auf 450 Euro Basis in einer Fahrzeuglackierung.
Der Job machte ihm richtig Spaß und da er sich dort gut einbrachte, bot der Chef ihm einen Ausbildungsplatz an. Das er für das wenige Geld von Montags bis Freitags 7:00 bis 17:00 arbeiten musste störte ihn nicht, denn er liebte diesen Beruf. 
Unser Kontakt wurde wieder deutlich besser, gelegentlich kam er auch mal heim, oder wir holten ihn ab und verbrachten mit ihm und seiner Flamme ein schönes Wochenende. 
Nach einigen Monaten begannen die Probleme. Er bekam mehrfach beidseitige Sehnenscheidenentzündung vom Schleifen und war beim dritten Mal dann auch krank geschrieben. Keinen Monat nachdem er wieder arbeiten ging, ging das Drama von vorne los. Wieder beidseitig, wieder Krankschreibung. Sein Chef bot ihm dann an er könne doch keine Ausbildung machen aber sollte dafür weiter das Langzeitpraktikum machen. Wieder von Montags bis Freitags Vollzeit. Da haben wir dann einen Riegel vorgeschoben und ihm gesagt dass er sich nicht ausnutzen lassen muss. Er arbeitete an manchen Tagen länger als die anderen Angestellten, bekam aber ja nicht mal die Hälfte von dem Geld was die anderen verdienten. Zudem schaffte er es ja auch gesundheitlich nicht.
Da es auch mit der Wohnungssuche nicht klappte und er nicht ewig bei seinem Kumpel wohnen konnte, kam er also letztes Jahr im August nach einem Jahr wieder zu uns heim.
Unter der Prämisse dass er sich umgehend um Arbeit bemühe. 

Die Wochen vergingen....es passierte nichts. Inzwischen hatten wir wieder den selben Stand wie vor seinem Auszug. Streit und Stress weil er sich einfach nicht bewegte. Keine Bewerbungen, bis mittags schlafen, die Nächte durch zocken...mir platzte abermals die Hutschnur, denn ich hatte einfach keine Kraft für Machtkämpfe dieser Art. 
Ich setzte ihm eine Frist. Entweder hätte er bis zum 15. Oktober eine Arbeit oder ich helfe ihm beim Kofferpacken und er könne zu seinem Vater nach Hessen ziehen. (Ich hätte ihn nie raus geschmissen, aber den Druck brauchte er leider).
Die Zeit lief, genau genommen hatte er 13 Tage, und er suchte halbherzig nach einem Job. 
"Finde nichts"
"Liegt mir nicht"
"Muss ich früh aufstehen"
"zahlen zu schlecht"
All solche Ausreden...meine Halsschlagader drohte mit jedem Tag mehr zu platzen.
Realschule und gammelt umher. Geht gar nicht !
Am 15. besagten Monats teilte er mir dann mit dass er abends zum Probearbeiten gehe. 
Zwar 5 vor 12 aber scheinbar noch die Kuh vom Eis gerettet.

Tatsächlich klappte es, und er bekam den Job. Zwar wieder nur auf 450 Euro aber immerhin wenigstens ein wenig Bewegung in dem ewigen Pupertier. 
Bei der ersten Gehaltszahlung seines neuen Jobs hätten wir schon stutzig werden müssen. Das Gehalt kam eine Woche später als laut Arbeitsvertrag vereinbart, zudem fehlten rund 100 Euro und es gab keine Lohnabrechnung. Keine Stundenaufstellung, nichts. Bar auf die Hand obwohl bargeldlos vereinbart ist im Vertrag.
Das zweite und dritte Gehalt gab es dann leider gar nicht . Trotzdem ging er weiter arbeiten bis letzte Woche. 
Seit letzter Woche stehen er und seine anderen beiden Kollegen alle zwei Tage beim Chef um ihre ausstehenden Gehälter einzufordern. Nichts passiert. Der Chef kann angeblich nicht zahlen, hat sich aber nun ganz frisch ein neues Auto gekauft. Ach ne... !!! Ar*** ! 
Ich stöberte vorletzte Woche bei Facebook in unserer Heimatgruppe und finde durch Zufall eine Anzeige dass für den Laden in dem das Pupertier nun arbeitet, ein neuer Pächter gesucht wird. Ich vermute mal ganz stark dass sein Chef wohl auch die Pacht nicht gezahlt hat ? Angeblich weiß er nichts davon dass der Inhaber neue Pächter sucht. 

So werden wir wohl oder übel nun einen Anwalt bemühen müssen. Montag geht das Pupertier nochmals zu seinem Chef, gibt es dann immer noch kein Geld werden wir es einklagen bevor der Chef sich aus dem Staub gemacht hat.

Immerhin hat dies alles jetzt bewirkt dass gerade so richtig Leben in das ewige Pupertier kommt. Zwei Monate ohne Geld und mit Freundin, lässt ihn zur Höchstform auflaufen. Er schreibt jeden Tag Bewerbungen, läuft zu Betrieben und telefoniert wie ein Weltmeister. Bisher hat er nun zwei wackelige Zusagen als Aushilfsarbeiter mit Aussicht zum Beginn der Ausbildung im Sommer.  
Ich bin gespannt und hoffe er bekommt eine der Stellen eh sein Tatendrang wieder verpufft. 

Donnerstag, 25. Oktober 2018

Urlaubsmodus

Wenn man das so nennen darf.

Den Umständen geschuldet gehe ich aktuell nicht arbeiten. 
Was mir nicht nur Langeweile sondern auch viele schöne Momente beschert.

Wir haben spontan unsere Taschen gepackt, einen verlässlichen Katzensitter für die Plüschpopos organisiert, dem ewigen Pupertier den Kühlschrank und die Gefriertruhe gefüllt, und sind in meine alte Heimat gefahren. Einfach so, ab ins Auto und weg. Tschüss Norden, Willkommen in Hessen.
Von Mama bekochen und von Papa betüddeln lassen. Aber eigentlich nur weil ich so rein gar nichts machen durfte. Immerhin atmen, entspannen, ausruhen und genießen waren erlaubt ;) 

So habe ich es dann auch endlich nach neun langen Jahren geschafft mich mal wieder mit meiner längsten (fast 20 Jahre Freundschaft) und wirklich besten Freundin zu treffen. Unglaublich wie schnell die Zeit ins Land ging, und immer wieder , wenn wir uns vornahmen uns zu treffen, kam von beiden Seiten etwas dazwischen. Neun lange Jahre ! Trotzdem blieb trotz der 700 KM Entfernung unsere enge Verbindung bestehen. Wir telefonierten, schrieben, blödelten vor der Webcam umher und jetzt endlich sahen wir uns wieder. Es war unglaublich schön. 
Für die Zukunft haben wir uns fest vorgenommen uns wenigstens einmal im Jahr zu treffen.

Am Wochenende trafen wir uns dann mit einem befreundeten Ehepaar in Limburg. Domstadt an der Lahn. Bei herrlichstem Wetter ließen wir uns es in diversen Cafes gut gehen. Besichtigten gemeinsam den wundervollen Bau und die malerische Altstadt in Rheinland Pfalz und trennten uns nach etlichen Stunden wieder schweren Herzens voneinander. Für nächstes Jahr haben wir nun allerdings fest eingeplant eine Woche Urlaub in ihrer Region Würzburg zu verbringen. 



Die Tage flogen nur so dahin und trotz diverser kleinen Pannen auf Grund meiner neuen Körpersituation,  konnte ich endlich einfach mal abschalten und mich sehr gut erholen. 

Nun sind wir wieder daheim. Hier wartet massig Behördenkram auf mich. Einsprüche müssen geschrieben werden, Untersuchungen stehen an, irgendwie muss ich mich nun auf lange Sicht gesehen neu finden. Mit dem Entschleunigen klappt gerade nur bedingt.

Irgendwie hab ich schon wieder Reisefieber ...abschalten und Kopf ausstellen. ;)